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B62 Leimbach-Kaiseroda

Ortsumfahrung Bundesstraße B62 Leimbach-Kaiseroda

Planungsbezeichnung: Neubau Ortsumfahrung Bad Salzungen 4.Bauabschnitt Streckenlänge: 4,2km, geplante Baukosten insgesamt jeweils nach den Investitionsplänen des Bundesverkehrsministeriums:
1997: 11,5 Mio DM
2007: 8,6 Mio €
2011: 13,8 Mio €
2014: 15,8 Mio €

Der Baubeginn ist im Februar 2014 erfolgt. Als Termin der Verkehrsfreigabe wurde genannt:
2014: Ende 2016
2015: Herbst 2018
2016: November 2019
2018: Oktober 2020

Hohe Verkehrsbelastung auf der B62 in Leimbach


Die Gemeinde Leimbach-Kaiseroda wird von der B62 mit einer Verkehrsbelastung von inzwischen
20.000 Fahrzeugen täglich durchschnitten.
Eine notwendige Ortsumgehung befindet sich seit 1982 in Planung.
1990 wurde dieses Bauvorhaben als vordringlicher Bedarf in den Bundesverkehrswegeplan im Rahmen des Bundesverkehrswegebeschleunigungsgesetzes aufgenommen. Inzwischen wurden viele andere Straßenneubauten mit weitaus geringerer Verkehrsbelastung in kürzester Frist geplant und gebaut.
Wir stehen ständig, nun schon über viele Jahre, in schriftlichen und mündlichen Kontakt mit den entsprechenden Entscheidungsträgern. Es wurden uns in den vergangen Jahren immer wieder Terminzusagen für einen Baubeginn gemacht, die nun schon langfristig verstrichen sind. Deshalb wurde der Protest gegen diese Hinhaltetaktik von Politik und Behörden auf die Straße getragen. Es wurden viele Demonstrationen mit Straßensperrungen organisiert. Die Anlieger trugen ihre Meinung auf unzähligen Protestschildern auf den Grundstücken und an den Häusern entlang der B62 in die Öffentlichkeit.

Immer mehr Anwohner stellten in der Vergangenheit ihren Unmut mit Transparenten auf ihren Grundstücken dar


Unser Engagement hat sich gelohnt: Am 01.August 2014 gab das Thüringer Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr in der Information 201/2014 die Nachricht heraus, dass der Bund für zwei Projekte in Thüringen, die B90n (Traßdorf - Nahwinden) und die B62 ( Ortsumfahrung Bad Salzungen ), grünes Licht gegeben hat. Beide Maßnahmen stehen jetzt im Bundeshaushalt. Am 15.Dezember 2014 wurde durch das Straßenbauamt Zella-Mehlis der Auftrag für das erste Brückenbauwerk (Leimbachtalbrücke) erteilt. Diese Brücke wurde im Oktober 2016 fertiggestellt und übergeben. Im November 2016 wurden die Arbeiten am Kreisverkehr am westlichen Ende der Trasse beendet. Danach ruhten die Bauarbeiten für eineinhalb Jahre vollständig. Seit Februar 2018 wird inzwischen weitergebaut.

Die Angaben zur Bauzeit der Maßnahme wurden in den letzten Jahren ständig nach oben korrigiert. So wird in den Planungsunterlagen bis 2014 noch von einer Gesamtbauzeit von zwei Jahren mit einem Fertigstellungstermin 2016 ausgegangen. Zur feierlichen Grundsteinlegung des ersten Brückenbauwerks im Juli 2015 wurde durch den Leiter des Straßenbauamtes Südwestthüringen die Verkehrsfreigabe für Herbst 2018 angekündigt. Inzwischen wurde 2019 und letztendlich Oktober 2020 als endgültiger Termin genannt. Damit wurde die Bauzeit von ursprünglich zwei Jahren auf sechseinhalb Jahre gestreckt.






Unsere Arbeit als BI geht weiter. Das Ziel, die Orte Leimbach und Kaiseroda endlich von Lärm, Gestank und Schwerverkehr zu befreien, ist noch nicht erreicht. Für die Anwohner der Gemeinde Leimbach-Kaiseroda ist der momentane Zustand vollkommen unzumutbar. Besonders, wenn man die folgenden Fakten berücksichtigt:

-Seit 2005 ist die Anzahl der durchfahrenden Fahrzeuge, hauptsächlich Fahrzeuge des Schwerlastverkehrs, insbesondere durch Mautflüchtlinge, noch einmal erheblich gestiegen. Eine amtliche Verkehrszählung wird als nicht erforderlich angesehen.

-Die EU-Richtlinien schreiben bei derartigen Verkehrsbelastungen Emissionsüberwachung und Maßnahmen zur Emissionsverminderung vor. Dieses wird vom Landesamt für Umwelt und Verkehr schriftlich verweigert, indem man die Verkehrszahlen einfach ignoriert.

-Mehrere LKW-Unfälle mit Verletzen und hohen Sachschäden bis zum Totalverlust eines Wohnhauses sind in der letzen Zeit zu verzeichnen.

schwerer Unfall mit Verlust eines Wohnhauses


-Besonders stark betroffen ist der Ortsteil Kaiseroda. Hier steht nur eine Straßenbreite von 6,50m zur Verfügung. Die Häuser stehen teilweise unmittelbar an der Straße.

-Die Breite der Gehwege beträgt auf weiten Strecken nur 25cm, und das an einer Straße mit höherem Verkehrsaufkommen als die A71 und A73 auf vielen Streckenabschnitten aufweisen kann. Ein Fußgängerverkehr ist hier lebensgefährlich.

Gehweg in Kaiseroda