Schwerer LKW-Unfall

Am 02.02.2007 gegen 13.00 Uhr fuhr ein mit 33 Tonnen Schrauben beladener Sattelzug auf der B62 aus Richtung Bad Salzungen kommend in ein Wohnhaus. Auf gerader Strecke war der aus Neuwied stammende LKW von der Straße abgekommen, fuhr im Bereich der Bushaltestelle über den Gehweg, riss von zwei Grundstücken die Umzäunungen nieder und stieß in die Seitenwand des Wohnhauses Salzunger Str. 70. Der Vorbau des Hauses wurde vollkommen niedergewalzt, die Fahrerkabine steckte vollständig im Haus selbst. Die Fahrerkabine war mit Ziegelsteinen angefüllt. Nach mehren Stunden Bemühen von Nachbarn als Ersthelfer und der in kurzer Zeit eingetroffenen Rettungskräfte konnte der Fahrer geborgen werden. Er überlebte schwer verletzt. Die zur Unfallzeit allein im Hause weilende Besitzerin kam mit dem Schrecken davon. Nach der Bergung des LKWs und der Notsicherung des ca. um 1900 errichteten Gebäudes wurde festgestellt, dass das Haus komplett verschoben wurde und statisch nicht mehr sicher war. Es musste letztendlich abgerissen werden. Der Unfall war Gegenstand zahlreicher Zeitungsartikel und Fernsehbeiträge. Die zur damaligen Zeit 68-jährige Besitzerin war mit dieser Geschichte Gast in Talkshows. Das Grundstück blieb bis zum heutigen Tage unbebaut. Es grenzt an ein Wunder, dass bei diesem Unfall nicht mehr Personen z.B. an der betroffenen Schulbushaltestelle zu Schaden gekommen sind. Lehren wurden aus diesem Unfall nicht gezogen. Es gibt keine Geschwindigkeitskontrollen. Auch eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h wurde von der Straßenverkehrsbehörde des Wartburgkreises abgelehnt. An dieser Straße gab es im Ortsteil Kaiseroda in der Folge noch mehrere LKW-Unfälle bei denen Gebäude und Grundstückseinfriedungen zerstört wurden.